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Umweltprojekte auf dem Campus als Bereicherung des naturwissenschaftlichen Unterrichtes an der DISW

Die Abteilung Naturwissenschaften hat sich in den letzten Jahren intensiv mit den Bildungsmöglichkeiten befasst, die sich aus der besonderen Lage und Beschaffenheit des DISW- Campus ergeben. Dabei fanden die einheimischen und migrierenden Wildtiere, vornehmlich bestimmte Vogelarten und die Erhaltung der Lebensräume bedrohter Bestäuber-Arten besondere Beachtung.

Wildtiere in vielen Formen sind in jeder Saison auf dem Schulgelände und dem angrenzenden Waldgebiet zu beobachten. Engagierte Lehrkräfte erkannten in den regelmäßigen Sichtungen von Arten wie Blauvögeln, Baumschwalben, Spechten, Rotschulterbussarden, Sperbereulen und anderen eine Einladung, ein reichhaltiges Bildungsangebot in angewandter Umweltkunde direkt auf dem Campus zu nutzen. Hier gibt es ein fertiges wissenschaftliches Freiluftlabor, das voll von dynamischen Organismen ist, die ihr Dasein vor aller Augen fristen und deren Ankunft, Brutzyklen und Abwanderung gut auf den akademischen Kalender abgestimmt sind. Oder, wie es ein Schüler ausdrückte: "Wir haben so viele coole Makroorganismen, die hier herumfliegen".

In Anbetracht des alarmierenden Rückgangs vieler einheimischer Vögel in Amerika in den letzten Jahren, der größtenteils auf den Verlust von Lebensraum und sicheren Brutplätzen zurückzuführen ist, sah der Plan vor, sich auf zwei Arten zu konzentrieren. Die Wahl fiel auf Blauvögel (Blue Bird) und Rauchschwalben, zwei Arten, die für die Landwirte in der Region von großem Nutzen sind. Beide Arten waren in der Vergangenheit auf Nisthöhlen in alten Bäumen angewiesen, die inzwischen abgeholzt worden waren. Nach bewährten Entwürfen wurden zunächst Nistkästen gebaut und auf dem Schulgelände an Stellen aufgestellt, die für die Brutsicherheit ausgewählt und so ausgerichtet wurden, dass die Wahrscheinlichkeit der Annahme durch die Vögel maximiert wurde.

Im Mai kam im Rahmen der neuen Bildungsinitiative ein Greifvogelspezialist zu Besuch und stellte den Schülerinnen und Schülern drei wichtige einheimische Raubvögel vor: einen Breitflügelbussard, eine Schleiereule und einen Raufußkauz. Alle Vögel waren rehabilitiert und in hervorragendem Zustand, so dass eine interessante Präsentation mit anschließender Fragerunde möglich war.

Als das Schuljahr im Juni endete, hatte das neue Projekt alle seine Ziele erreicht: Die Blue Birds besiedelten einen der Nistkästen, und kurz darauf zog ein Paar Rauchschwalben in einen weiteren Kasten. Jedes Paar zog vier Junge auf.

Die Schwalben erfreuten die Schüler*innen während des Fußballspiels am Schuljahresende, indem sie im Sturzflug nach Insekten jagten, die durch die Aufregung auf dem Spielfeld aufgewirbelt wurden. Nach Angaben von Teilnehmer*innen der AG Naturforscher, die die Häufigkeit der Fütterungsflüge der Eltern beobachteten, fand alle zwölf Sekunden eine Fütterung statt. Nach etwa zwanzig Minuten Flugzeit verschwanden die erwachsenen Vögel für eine gewisse Zeit, um dann ihren Jagd- und Fütterungszyklus wieder aufzunehmen.

Was andere Arten betrifft, so hörte man Ende Juni im Wald einen jungen Sperlingskauz schreien, was die Hoffnung weckt, dass wir im nächsten Winter ein ansässiges Paar anlocken können. Die männlichen Eulen wählen in der Regel im Dezember/Januar eine große Nisthöhle und versuchen damit eine Partnerin zu beeindrucken. Gelingt das, erfolgt die Eiablage dann Mitte Februar. Der Kasten, den wir ihnen anbieten werden, wird wesentlich größer sein als die Nisthöhle, die den Blue Birds und Rauchschwalben so gut gefallen hat.

Das Projekt des Bestäuber-Gartens, das unter der Leitung der Audubon Society geplant und teilweise umgesetzt wurde, hatte zu Beginn mit Wetter- und Terminproblemen zu kämpfen, aber bei Unterrichtsschluss im Juni waren etwa sechzig Pflanzen in der Erde. Die Sommerpause ermöglichte einiges Wachstum und zahlreiche Besuche von Bestäubern, sofern das Wetter es zuließ. Wenn der Unterricht Mitte August wieder aufgenommen wird, erwarten wir die Ankunft der größeren Schmetterlingsarten.

Der erwünschte Effekt dieser und ähnlicher Programme ist die Inspiration und das Engagement der Schüler*innen für die realen Herausforderungen aber auch Belohnungen des Studiums der Zyklen der Natur, die Anwendung der wissenschaftlichen Methode auf Umweltthemen als akademischen Wert und natürlich die Freude am Mitwirken an der Verschönerung unseres Schulgeländes.

Steffi Colopy
(MINT-Koordinatorin und Leiterin der AG Naturforscher)

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