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Nachruf für Heye Ackermann

Nach kurzer schwerer Krankheit ist der ehemalige stellvertretende Schulleiter Heye Ackermann am Montag, den 3. November 2014, in Achim bei Bremen verstorben. Kompetent, fair und trocken „norddeutsch“ hat der Chemie- und Spotlehrer die Geschicke der DSW viele Jahre lang mitbestimmt und geprägt.

Als Vize oblag ihm unter anderem die Erstellung der Lehrerstundenpläne. Bei dieser kniffligen Aufgabe offenbarte sich sein großes menschliches Einfühlungsvermögen. Jahr um Jahr brachte er es fertig, all die scheinbar nicht zu vereinbarenden Wünsche der Lehrkräfte zu erfüllen: eine Leistung, die eigentlich unmöglich ist, die Heye aber immer wieder zum Erstaunen des Kollegiums erbrachte. Man kann sich vorstellen, dass so ein Zauberstück die Zufrieden- und Ausgeglichenheit das ganze Schuljahr über beeinflusste.

Selten sah man Heye ohne seinen großen, schwarzen Chapeau –er war blond und musste sich vor der starken Washingtoner Sonne schützen--  und seinem Fahrrad,  mit dem er von Caderock aus täglich den Weg zur Deutschen Schule radelte. So hielt er sich trotz der vielen Partys, wo er und seine Ehefrau Heide mit leckerem Essen die zahlreichen Gäste verwöhnten, fit und schlank.

In beinahe schon alter Tradition luden Heye und Heide, die bei den Friends of the German School eine anspruchsvolle Führungsrolle innehatte, auch zu Beginn jedes Schuljahres das gesamte Kollegium zu sich in ihren gemütlichen Garten ein. Das war ein Auftakt, der die Stimmung hob, und wo neue und alte Mitglieder des Kollegiums sich kennenlernten und in entspannter Atmosphäre austauschen konnten.

Heye mochte die Deutsche Schule sehr.  Jahre später tauchte er immer wieder einmal in den Ferien hier auf, --das letzte Mal vor zwei Jahren--, um die alten Verbindungen aufzufrischen und zu sehen, wie es „seiner“ Schule so ginge. Einmal bemerkte ich bei einem seiner Besuche, dass er sich so gar nicht verändert habe. Da erwiderte er mit dem für ihn so typisch trockenen Humor, dass, wenn man einmal älter geworden ist, das ein großer Vorteil sei, denn man bleibe einfach älter.

Wir, die wir mit Heye Zeit an der DSW verbringen durften und ihn sehr schätzten, erinnern uns seiner. Er war ein Pädagoge ersten Ranges, ein gradliniger Mensch von ausgeprägter Charakterstärke, der fest in der Erinnerung der Schulgemeinschaft verankert ist. Seiner Ehefrau Heide und seinen vier Kindern möchten wir unser Beileid aussprechen.

Ingrid Wrausmann

 

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