Am 12. Januar durften wir an unserer Schule Dr. Daniël P. Melters begrüßen, der uns in einem Vortrag die faszinierende Welt der DNA nähergebracht hat. Wir erfuhren ebenfalls etwas über seinen interessanten Lebenslauf, wie er aus einem kleinen Ort in den Niederlanden über viele Umwege als Wissenschaftler in die USA kam.
Heute arbeitet Dr. Melters am National Cancer Institute und beschäftigt sich dort mit der Frage, wie Chromatin die Zellteilung reguliert. Um uns dieses komplexe Thema verständlich zu machen, begann er mit der sogenannten Dogma-Idee. Diese besagt, dass Informationen, die einmal in einem Protein angekommen sind, nicht mehr zurückgeführt werden können. Dieses Prinzip lässt sich auch auf die Herstellung von DNA übertragen: Zunächst wird DNA in RNA umgeschrieben, anschließend wird aus der RNA ein Protein hergestellt, das wiederum an der Bildung neuer DNA beteiligt ist.
Besonders spannend war, dass wir diesen Prozess nicht nur theoretisch kennengelernt haben. Dr. Melters erklärte uns, dass man ihn mithilfe eines speziellen Mikroskops – dem sogenannten AFM (Atomic Force Microscope) – sogar dreidimensional sichtbar machen kann. Dabei wurde aber auch deutlich, dass selbst modernste Technik ihre Grenzen hat und nicht alles erfassen kann, das veranschaulichte Dr. Melters mit einem Hamster, der durch ein Labyrinth läuft und dort ab und zu verschwindet.
Außerdem lernten wir, dass die DNA mithilfe eines Enzyms namens Polymerase hergestellt wird. Dieses Enzym sorgt nicht nur für den Aufbau der DNA, sondern dreht sie dabei auch, was man als „Supercoiling“ bezeichnet. Zum Abschluss stellte uns Dr. Melters einige Forschungsfragen vor, mit denen sich Wissenschaftler heute beschäftigen, zum Beispiel:
Die Antworten auf diese Fragen sind wichtig, um besser zu verstehen, wie Gene in unseren Zellen aktiviert oder auch unterdrückt werden.
Ich persönlich fand den Vortrag sehr interessant und anschaulich. Obwohl wir im Unterricht bisher noch nicht viel über DNA und Enzyme gelernt haben, erklärte Dr. Melters diese komplexe Thema so verständlich, dass ich gut folgen konnte. Auch seine persönlichen Einblicke in seine Studien- und Berufsentscheidungen fand ich sehr hilfreich. Am meisten fasziniert hat mich jedoch ein erstaunlicher Fakt: Würde man alle DNA-Stränge in unserem Körper aneinanderlegen, würden sie insgesamt etwa 150.000-mal bis zum Mond und wieder zurück reichen!
Maika L. (11. Klasse)